Geht es jetzt nur noch um den Standort? Da hat sich der Moorbadverein nun mal durchgerungen, die Bürger zu befragen, ob sie ein neues Bad am Standort Moorbad haben wollten oder nicht. So weit so gut. Es ist anerkennenswert, dass hier die Bürger entscheiden sollen. Aber nun soll auch noch auf Betreiben der SPD gefragt werden, ob die Bürger ein Bad am Standort Kurpark haben wollen.

Das erinnert stark an die Frage „Welches Schweinderl hätten Sie denn gern?“. Die CSU führt zwar feinsinnig dazu aus, wenn man gar kein Bad wolle, könne man ja beide Fragen mit „nein“ beantworten. Da frage ich nun: Ist es der Bürger nicht wert, dass man ihn direkt frägt. Offensichtlich hält man diejenigen, die zum jetzigen Zeitpunkt das Geld lieber in Pflichtaufgaben investieren wollen für eine verschwindende Minderheit. Dass man sich da nicht täuscht!

Wenn schon ein Ratsbegehren zusätzlich zum Bürgerbegehren durchgeführt werden soll, dann doch mit der Frage,

  • „Sind Sie dafür, dass Planung, Bau und Betrieb eines Naturbades aufgrund bestehender Prioritäten im Bereich der gemeindlichen Infrastruktur zurückgestellt werden?“

Das ABE wird sich für diese Fragestellung einsetzen.

Wir haben uns gerade eben von den immensen Investitionen in Therme und Klinik, die nicht zu den Pflichtaufgaben gehören, getrennt und sofort investieren wir an anderer Stelle in freiwillige Leistungen, die sich nicht einmal Gemeinden zutrauen, denen es finanziell besser geht, als Bad Endorf. Das darf nicht sein. Wir wollen etwas für unsere Kinder und Jugendlichen tun, und deshalb müssen wir in Kindergärten und Schulen investieren. Das ist auch dringend notwendig!